Das weltberühmte Chorstück “Misa Tango” von Martín Palmeri in einer majestätischen Tanztheatervorstellung unter der Leitung und Choreographie von Reveriano Camil.
Eine Produktion des Friedrich-Spee-Chors Trier unter der Leitung von Jan Wilke in Zusammenarbeit mit dem Tufa Tanz e.V. Trier und dem luxemburgischen Orchester “La Boca”. Diese wunderbare, ausdrucksstarke Komposition wird in “Misa Tango” von internationalen Tänzern und Musikern und dem imposanten Chor interpretiert. Im Vordergrund des Stückes stehen die mit Migration und Integration  verbundenen Herausforderungen und Chancen, sowie die Bedeutung der rituellen Texte der Messe in unserer heutigen Zeit und die Entscheidung zwischen guten und schlechten Taten im Alltag.

UNSERE ZIELE 

Tanz und Musik sind sprachunabhngige Kommunikationsmittel. In diesem Tanztheater geht es nicht nur um lokale, sondern auch um persnliche Grenzberschreitungen. Unser Ziel ist es auch professionelle Knstler aus der Großregion sowie Flchtlingstnzer, Tanzschüler und Amateurknstler miteinander zu verbinden. Wir mchten mit unserem Projekt junge und alte Menschen ansprechen, die auf ihrem Weg ins Stocken geraten sind und, wo es mglich ist, sie in das Projekt integrieren, sodass sie durch eine knstlerische Auseinandersetzung ber ihre Komfortzone und innere Grenzen reflektieren knnen. Das Tanztheaterprojekt selbst bietet dafr in zwei Teilen auch zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen. Im ersten komdiantischen Teil werden Sackgassen von Beziehungen und alltglichen Katastrophen tnzerisch kolportiert. Im zweiten Teil werden ritualisierte Muster menschlichen Verhaltens beleuchtet: der Mensch in der Entscheidung stehend zwischen Gut und Bse, Fremdheit und Gewohnheit, Liebe und Hass, Verachtung und Akzeptanz. Es ist nicht so gewhnlich, eine Vorstellung von Tanz, Orchester und Chor außerhalb des Theaters zu sehen. Dazu soll in “Misa Tango” die Gelegenheit gegeben werden. In unserem Projekt stehen sich Humor und Ritual und die Suche und Sehnsucht nach gemeinsamer Sprache und Verstndnis gegenber, die durch Musik und Tanz, als grenzenlose Sprache, berbrckt werden soll. Mit unserem frhlich durchtriebenen 1. Teil und dem eher rituellen 2. Teil einer Messe, stehen sich Lachen und Weinen sehr nah.

 

MIS-EN-SCNE 

Der erste Teil ist eine unbeschwerte dramaturgische Sicht auf Fehltritte im Tanz. Eine spttische Betrachtungsweise auf das, was Tangotanz ist.- Eine przise Beziehung zwischen zwei Krpern, die, wenn die Symbiose nicht perfekt ist, zu einer Riesenkatastrophe werden kann. Mit tangoarrangierten Klassikern wie Vivaldi - gespielt von dem luxemburgischen Quintett (Geige, Bandoneon, Perkussion, Elektrogitarre und Klavier) „La Boca”, mit der Konzertmeisterin Vania Lecuit und unter der Leitung von Maurizio Spiridgliozzi - und leichter, humoresker, teilweise fröhlicher, uptempo Choreographie.

In der Hauptvorstellung (zweiter Teil) wird die majesttische, erfolgreiche und zur Zeit in der ganzen Welt gespielte Komposition Martn Palmeris “Misa Tango” interpretiert. Begleitet durch die leidenschaftliche Spannung eines Streichorchesters, den starken Einfluss des Bandoneon und den leichten Noten eines Mezzosoprans.

Erforscht wird die Bedeutung der rituellen Texte der Messe in einer aktuellen, weltlichen Situation, in der die Menschen einen großen Teil des krperlichen Kontaktes miteinander verloren haben und Angst haben durch Helfen Anderer in Schwierigkeiten zu geraten. Eine Situation, in der unser Geiz und die materialistische Lebensweise uns zu einem Punkt gebracht haben, unser Menschliches Selbst zu ignorieren. Unsere Taten werden Konsequenzen haben. Es liegt an uns zu whlen, ob diese gut oder schlecht sein werden. Durch die szenische und tnzerische Umsetzung soll die vermeintlich religise Verklärung des Gttlichen Prinzips zu einem weltlichen, sprich sinnlichen Erlebnis des Widerstreits zwischen Vater, Sohn und dem Heiligen, in der Interpretation Reveriano Camils, weiblichen Geist erfahrbar gemacht werden. Sodass in dieser Interpretation die Trinität Vernunft-Krper-Geist und ihr tglicher Kampf um Wahrheit und Selbstbestimmung begreifbar werden.